Wet-Sumping bei einer 350er

Made like a gun... (oder in Indien)

Re: Wet-Sumping bei einer 350er

Beitragvon Volker Koch » Sonntag 12. April 2015, 11:14

Das Foto anbei zeigt einen 350er Motor aus den ~ frühen 80er Jahren mit einer 6 stelligen Motornummer, beginnend mit einer 2. Wenn Deine Motornummer mit einer 3 beginnt, dann müßte man davon ausgehen, daß der Motor Mitte bis Ende der 90er Jahre produziert wurde und -> entgegen meiner anfänglichen Behauptung läßt sich so ein Motor durchaus auf eine zusätzliche Bronzebuchse umrüsten. Der KW-Zapfen ist zylindrisch und die Bohrung im Gehäuse mit knapp 21,49 mm Durchmesser bei ca. 15mm Tiefe bietet durchaus genug Fleisch, um hier dran Änderungen vorzunehmen.
350er_80er_Motornummer.JPG

Dieses Foto stammt von dem Motor og. Es zeigt die Bohrung im Motorgehäuse mit zwei Nuten, in der bis ´58 die Buchse saß.
Motor_I.JPG

Ich mutmaße insofern, daß Dein Motor aus indischer Produktion stammt und sich jemand bei Einpassung der Buchse durchaus was gedacht hat. Das würde auch erklären, warum die schwere Kurbelwelle verbaut ist ...
Schönen Sonntag noch,
Volker
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Re: Wet-Sumping bei einer 350er

Beitragvon anwo » Dienstag 14. April 2015, 10:08

Danke für die Antworten!
Ich bin auch sicher, das es ein Indischer Motor ist.
Es gibt ja auch keine Ölablassschraube für den Öltank.

Dann werd ich mal die Lagerringe auspressen, und nachmessen ob die wirklich metrisch sind.

Ich bin noch am Überlegen, ob ich das Gewicht der Kurbelwelle nicht ein wenig reduziere.
Obwohl, die Kurbelwelle scheint absolut in Ordnung zu sein.
Wäre eigentlich schade die auseinander zu pressen.
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Re: Wet-Sumping bei einer 350er

Beitragvon Heyco » Dienstag 14. April 2015, 13:12

anwo hat geschrieben:Es gibt ja auch keine Ölablassschraube für den Öltank.

Und wie machst Du dann einen Ölwechsel?
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Re: Wet-Sumping bei einer 350er

Beitragvon Volker Koch » Dienstag 14. April 2015, 16:23

Ich bin noch am Überlegen, ob ich das Gewicht der Kurbelwelle nicht ein wenig reduziere.
Obwohl, die Kurbelwelle scheint absolut in Ordnung zu sein.
Wäre eigentlich schade die auseinander zu pressen.
Andi

Wenn die Welle ok ist, dann laß die lieber zusammen. Nach dem, was ich in letzter Zeit aus dem Bekanntenkreis gehört habe, sind wohl besonders die "jüngeren" Wellen ziemlich grobschlächtig zusammengenagelt worden, was zur Folge haben kann, daß Du Deine Welle nach dem Auseinanderpressen ... platt gesagt ... in den Müll schmeissen kannst ... oder ´n Stapel Kohle für´n Instandsetzer und ´nen Übermaßhubzapfen (o.ä.) und all diesen Zirkus abdrücken kannst.
Irgendwann mußt Du ja eh mal beigehen, dann kannst Du immernoch was von innen her rausdrehen lassen, denke ich.
Ich würde an Deiner Stelle nichtmal die Buchse aus dem Motorgehäuse raus nehmen, wenn sie nicht total matschig ist ...
Davon ab ... was meinst Du denn für Lagerringe? Meinst Du die eigentlichen KW-Lager? Daran solltest Du möglichst garnichts herumpressen, die Gehäusehälften kommen in den Backofen. Während das rechte Lager ab ´ner gewissen Zeit bei ~ 150°-200° rausfällt und Platz für das neue aus der Tiefkühltruhe schafft, hast Du auf der Primärantriebsseite etwas mehr Aufriß, weil hier zwischen den beiden Lagern die Distanzstücke und ein Seegerring sitzen ... im Übrigen stehen die Lagerbezeichnungen auf den Stirnflächen der Lagerringe.
Viel Erfolg beim Basteln,
Volker
Zuletzt geändert von Volker Koch am Dienstag 14. April 2015, 16:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wet-Sumping bei einer 350er

Beitragvon michiel » Dienstag 14. April 2015, 16:26

Das gibt einige Enfield Motoren, die keine Ablaßschraube am Öltank haben.
Der Öltank hat ja unten in der Ecke die Ansaugöffnung für die Returnpumpe.
Da kann man den unter dem Motor den Grobfilter herausschrauben, da läuft das Öl dann raus.
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Re: Wet-Sumping bei einer 350er

Beitragvon Heyco » Mittwoch 15. April 2015, 01:08

Ah OK, Du meinst die Feed Pump. Hab ich noch nie von gehört, wann haben die diese Motoren produziert?
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Re: Wet-Sumping bei einer 350er

Beitragvon michiel » Mittwoch 15. April 2015, 08:22

Weiß ich nicht genau. Hatte schon ein paar davon auf dem Tisch.
Ich glaube der von Volker hat das auch so.
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Re: Wet-Sumping bei einer 350er

Beitragvon Volker Koch » Mittwoch 15. April 2015, 13:15

Ich versuch nachher mal, meinen eingebauten Motor von unten zu fotografieren ...
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Re: Wet-Sumping bei einer 350er

Beitragvon Volker Koch » Mittwoch 15. April 2015, 16:07

Beitrag von michiel » 14.04.2015, 17:26
Das gibt einige Enfield Motoren, die keine Ablaßschraube am Öltank haben.
Der Öltank hat ja unten in der Ecke die Ansaugöffnung für die Returnpumpe.
Da kann man den unter dem Motor den Grobfilter herausschrauben, da läuft das Öl dann raus.

Sowas sieht dann so aus:
DSC00586 (640x376).jpg

und von innen so:
DSC00587 (640x481).jpg

Ich dachte früher immer, Ihr hättet Eure Ablaßschrauben selbst nachgerüstet, die älteren Motoren hatten sowas jedenfalls nicht.
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Re: Wet-Sumping bei einer 350er

Beitragvon Heyco » Mittwoch 15. April 2015, 17:33

Ich hab noch einen Motor mit 4 Ablaßschrauben, die vierte für's Kurbelgehäuse. Hab aber auch mit diesem Motor nie Wet Sumping-Probleme gehabt.
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Re: Wet-Sumping bei einer 350er

Beitragvon Volker Koch » Mittwoch 15. April 2015, 20:44

Vier Ablaßschrauben? Das´s aber ´n Haufen? Wofür den vier? Mit den zweien kriegt man das Öl doch auch aus dem Motor?
Ulkig ... naja, wie der ganze Ölkreislauf ... irgendwie `spooky´ ...?!
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Re: Wet-Sumping bei einer 350er

Beitragvon Heyco » Mittwoch 15. April 2015, 21:23

Ich werd's beim nächsten Ölwechsel, spaßenshalber mal ausprobieren, ob ich den Tank über den Ausgang Vorfilter restlos leer bekomme. :wink:
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Re: Wet-Sumping bei einer 350er

Beitragvon Volker Koch » Mittwoch 15. April 2015, 22:12

Hm ... naja, das hat zwar alles nichts mehr mit dem wet-sumping-Problem zu tun, entwickelt sich aber - zumindest für mich - immer interessanter.
Die Ölbohrung, die das Öl aus dem Kurbelgehäuse zurückleitet, sitzt in der kleinen Kammer unten hinter dem eigentlichen Kurbelgehäuse geschätzte ca. 5mm über dem Boden der Kammer -> ergo würde in ´nem alten Motor generell ein Öl-/Schlammrest von etwa 4mm stehen bleiben ... prähistorisch ... in gewisser Hinsicht ´ne Art Schlammfang ... auch für größere Brocken geeignet ... ich sag ja ... irgendwie gespenstisch.
Ich würde mir trotzdem nochmal die Ölpumpen ansehen und checken, was von der Anzeige am Ölpeilstab zu halten ist. Mir ist z.B. mal so´n Teil über den Weg gelaufen, an dem die Markierungen verkehrt herum angebracht waren -> leer 3cm unter dem Deckel, -> voll ca 2cm vor dem unteren Ende ...
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Re: Wet-Sumping bei einer 350er

Beitragvon Heyco » Donnerstag 16. April 2015, 11:59

Naja, die vierte Ablaßschraube könnte ja durchaus noch was mit Wet Sumping zu tun haben. Entweder war sie dazu gedacht das vollgelaufene Kurbelgehäuse zu leeren oder wie Du vermutest, um Schlammablagerungen rauszukriegen. Mein Motor mit dieser Schraube müßte Bj.99 sein, später haben sie die allerdings wieder weggelassen.
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Re: Wet-Sumping bei einer 350er

Beitragvon Volker Koch » Donnerstag 16. April 2015, 12:57

Echt ulkig ... so richtig verstehe ich die Klamotte mit den zwei weiteren Ablaßschrauben ja ganz ehrlich nicht.
Wo stecken die Teile denn??? Direkt im Kurbelgehäuse und im Öltank irgendwo zentral oder wie?
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