Enfield- India Ölpumpenwelle

Made like a gun... (oder in Indien)

Enfield- India Ölpumpenwelle

Beitragvon Beitrag aus altem Forum » Sonntag 6. August 2006, 19:50

17.Nov.2003 21:49

in der letzten Saison hatte ich nur Ärger mit meiner Ölpumpenwelle. 1.Schaden nach 10km, 2.Schaden nach 40km, 3.Schaden nach 300km. jedesmal war an einer Stelle die Verzahnung der Welle weg, Schnecke i.O. Ich konnte bis jetzt keine wirkliche Ursache finden. hat jemand ähnliche Erfahrungen? Ich habe auch die Welle einer Materialanalyse unterzogen. Ergebnis Grundwerkstoff C10, oberflächengehärtet, ca 1mm tief. Falls jemand Ideen hat, ich bin dankbar
Scharno
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Beitragvon Beitrag aus altem Forum » Sonntag 6. August 2006, 19:51

Moin moin,
gleich eine Frage zurück, wo hast Du denn jeweils die neuen Ölpumpenwellen her
und bist auch Du in der Lage die Legierung eines Weißmetall - Gleitlagers bestimmen zu lassen?
Nun zur Welle,
die Ölpumpenwelle ist immer mit dem Schneckenrad zu Paaren (muß man beim Einbau selbst machen),
das heißt beim ersetzen der Ölpumpenwellen brauchst Du gegebenenfalls mehrere Schneckenräder.
Das Flankenspiel zwischen Welle und Schnecke ist bei jeder Kurbelwellen Stellung zu prüfen,
wird es zu klein oder klemmt es gar muß das Schneckenrad getauscht werden.
Voraussetzung ist natürlich das die Kurbelwelle richtig Distanziert ist (allerhöchstens 2/100mm Schlag)
und das Kurbelwellen Lager sich nicht schon im zustand der Auflösung befindet - zufiel Spiel hat!
Viel Erfolg und melde Dich wen es noch Probleme gibt,
Gruß
klaus
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Beitragvon Beitrag aus altem Forum » Sonntag 6. August 2006, 19:51

Immer wird man gestört,
heißt natürlich in der 3. Zeile " und bist Du auch in der Lage..",
ergänzend in der 7. Zeile " ....ist bei jeder Kurbelwellen- und Ölpumpenwellen Stellung zu Prüfen, "
klaus
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Beitragvon Beitrag aus altem Forum » Sonntag 6. August 2006, 19:51

an Klaus,

die Wellen habe ich vom Händler einbauen lassen, auf Garantie, da ich den Motor letzten Winter überholen lassen habe. Zwangsläufig war ja auch jedesmal das Pleuellager im Arsch. Die Wellen sollten also original indisch sein.

Die Materialanayse hat ein Freund von mir in einer Großschmiede machen lassen, es könnte also nochmal funktionieren.

Zum Flankenspiel: Auf welche Art kann die Prüfung im eingebauten Zustand erfolgen und wieso in jeder Position? Das würde ja bedeuten, daß die Schnecke extrem unrund läuft und/oder die Welle verbogen ist (die neue Welle ,die ich liegen habe, hat einen leichten Schlag: ca 2/100 mm). habe ich auf der Richtplatte überpüft.

Tschüß Scharno
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Beitragvon Beitrag aus altem Forum » Sonntag 6. August 2006, 19:51

Moin Scharno,
-zum Flankenspiel
1.Kurbelwelle und Gehäuse ist komplett montiert und in Ordnung
2.Schneckenrad aufschrauben, Nockenwellen und Zwischenräder noch nicht einsetzen
3.Seuergehäusedeckel mit Dichtung und Ölpumpenwelle montieren, ohne Ölpumpen
(aufpassen das die Welle richtig herum eingesetzt ist und beim montieren nicht verrutscht!)
Durch leichtes hin und her verdrehen der Ölpumpenwelle spürst Du das Flankenspiel,
bei schrittweisem weiter Drehen der Kurbelwelle das Flankenspiel beobachten bis die Ölpumpenwelle mindestens eine Umdrehung absolviert hat.
Das Flankenspiel darf an keiner Position nicht mehr spürbar sein oder gar klemmen,
die Welle muß sich leicht in jeder Position einige mm verschieben lassen!
Das dürfte die Praktikabelste Möglichkeit sein ohne großen Meßaufwand.
Für weitere Fragen ruf mich am besten an ab 18 Uhr oder am Wochenende
unter 06157 83530,
Gruß
klaus
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Beitragvon Beitrag aus altem Forum » Sonntag 6. August 2006, 19:52

Hi Klaus,

ich check das alles mal durch, kann ein paar Tage dauern.

Nur zur Information: das Motorgehäuse, inklusive Steuerdeckel sind noch original zusammen , seit 1993, die Kurbelwelle hat sich seit dem mehrfach geändert. Deswegen wundere ich mich ja auch. Normal sollte eigentlich alles funktionieren.

Ich melde mich dann wieder
Tschüß Scharno
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Beitragvon Beitrag aus altem Forum » Sonntag 6. August 2006, 19:52

ich habe am letzten Wochenende mal das Spiel überprüft. mit zwei Schnecken und zwei Steuerdeckeln. Es war immer und überall genügend Spiel vorhanden. Allerdings habe ich festgestellt, daß bei meinem originalen Deckel die Lagerstellen schon etwas unrund geworden sind. Kann etwas mehr Spiel auch schon schädlich sein? Außerdem habe ich mir die beiden defekten Wellen nochmal genau angeschaut. Wenn man sie in der selben Position nebeneinanderhält, das heißt, die Pumpenzapfen zeigen in die selbe Richtung, ist die Verzahnung genau an der gleichen Stelle kaputt gegangen. Komischer Zufall, oder? Meine Idee geht jetzt dahin, die Welle aus einem besseren Grundwerkstoff (so 42CrMo4 oder so was) nachzubauen. Ich kann jetzt nämlich beim besten Willen keine anderen Fehlerquellen mehr erkennen.

Tschüß Scharno
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Re: Enfield- India Ölpumpenwelle

Beitragvon Gerd M. » Donnerstag 7. November 2013, 18:00

Habe diesen Uraltfred bewußt hoch gezogen !
Viele Enfieldfahrer haben das leidige Problem mit dem Ölpumpenantrieb, wie hier beschrieben.
Mir ist es auch vor einiger Zeit so gegangen.
Ich habe daraufhin Geld in die Hand genommen und bei Hitchcocks die Spindel und die Schnecke aus UK-Fertigung gekauft und eingebaut.
Abgesehen von der schon optisch viel besseren Qualität zu den Inderteilen, hat sich die Qualität auch mechanisch bemerkbar gemacht.
Das Paar ist jetzt ca. 16.000 Km gelaufen und zeigt (fast) keine Abnutzung !
Hier die aktuellen Bilder von heute, 07.11.2013.

Die Schnecke:
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Die Spindel:
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Bleibt noch zu erwähnen, daß ich von Anfang an Castrol 20W 50 mit 20% Mathe-Classic gefahren bin.

Gerd M.
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Re: Enfield- India Ölpumpenwelle

Beitragvon Bulli » Sonntag 1. Dezember 2013, 19:30

...wenn ich das so sehe, muss ich mir wohl auch mal was zu Weihnachten schenken?! :-k

liebe Grüße ins Vogtland! :halloatall:
Bulli
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Re: Enfield- India Ölpumpenwelle

Beitragvon Gerd M. » Donnerstag 8. Januar 2015, 12:51

Habe heute eine Inspektion der Ölpumpenwelle und des Worm vorgenommen.
Hier die Teile nach nunmehr gefahrenen 24.480 Km.
Die Anschaffung hat sich sehr gelohnt !
(muß dazu aber sagen, daß ich seit Jahren Castrol classic 20 W50 mit 20% Mathe classic fahre)

Welle:

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Worm:

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Re: Enfield- India Ölpumpenwelle

Beitragvon wilddieb » Donnerstag 8. Januar 2015, 12:59

Ja Gerd
......eine gute Oelpumpe , das richtige Oel.
...... und mit Mathy kann man nix verkehrt machen.
Wenn dann auch noch der Oelwechsel ordentlich eingehalten wird .....dann klappt es auch mit der Royal Enfield. :ebiggrin:

Gruß Dieter
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Re: Enfield- India Ölpumpenwelle

Beitragvon Gerd M. » Donnerstag 8. Januar 2015, 13:42

Ich habe bedingt durch das Mathe-Classic den Intervall für den Ölwechsel auf 4500 Km hochgesetzt. (manchmal auch 5000 Km, wenn es sich so ergibt)
Eigentlich sollte man nur nach Intervallvorschrift den Filter wechseln und das Öl behalten.
Das mache ich aber aus Sicherheitsgründen, wegen des einfachen "Putzlappenfilters" nicht, denn es gibt zwar keinerlei Abrieb, aber es könnte mal etwas abgebrochen oder ausgebrochen sein.

Bei meinem Auto aber, wechsele ich in der Tat nur den Filter und ergänze das verlorene Öl im Mischungsverhältnis mit Mathy-M.
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Re: Enfield- India Ölpumpenwelle

Beitragvon OMR » Donnerstag 8. Januar 2015, 13:58

hallo Gerd,
Deine guten Erfahrungen mit Mathe kann ich nur bestätigen.
Läuft auch bei mir in allen Motoren

Gruß
Manfred
...der frühe Vogel kann mich mal...
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Re: Enfield- India Ölpumpenwelle

Beitragvon wilddieb » Freitag 9. Januar 2015, 05:20

Gerd M. hat geschrieben:Ich habe bedingt durch das Mathe-Classic den Intervall für den Ölwechsel auf 4500 Km hochgesetzt. (manchmal auch 5000 Km, wenn es sich so ergibt)
Eigentlich sollte man nur nach Intervallvorschrift den Filter wechseln und das Öl behalten.
Das mache ich aber aus Sicherheitsgründen, wegen des einfachen "Putzlappenfilters" nicht, denn es gibt zwar keinerlei Abrieb, aber es könnte mal etwas abgebrochen oder ausgebrochen sein.

Bei meinem Auto aber, wechsele ich in der Tat nur den Filter und ergänze das verlorene Öl im Mischungsverhältnis mit Mathy-M.


Also mit dem Ölwechsel höher setzen,das habe ich noch nicht getan,hört sich aber nicht verkehrt an.

Viele Royal Enfieldhändler(die guten :D ) arbeiten ja auch mit Mathy.
Die Firma Mathy hat ja auch ein gutes Produkt auf den Markt gebracht,muss hier auch mal gesagt werden.

Was früher alles auf dem Markt war an Wundermittelchen hui hui. :frown:
Aber es ist ja immer einer aufgestanden und hat die Wundermittel gekauft :badgrin:

In diesem Sinne gute Fahrt mit dem Mathy.
Gruß Dieter
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Re: Enfield- India Ölpumpenwelle

Beitragvon Gerd M. » Freitag 9. Januar 2015, 12:27

Eigentlich ist das ja ganz einfach zu erklären ,,,,,,
Alle Motoröle enthalten Additive.
Diese werden für bessere Viskosität, gegen schnelle Alterung für weniger Gleitreibung und dergleichen mehr benötigt.
Ohne diese Additive funktioniert kein Öl.
Die Additive sind aber sehr teuer und die Normung der Öle hat eine gewisse Bandbreite die sich im Zusatz der Additive niederschlägt.
Kurzum, die Normung hat einen Minimalwert und einen Maximalwert.
Um die Öle „preiswerter“ zu gestalten und den Preiskampf mit anderen Herstellern aufnehmen zu können, werden also prinzipiell die Minimaltoleranzen und nicht die Maximaltoleranzen eingehalten.
Das macht das Öl zwar etwas besser, aber eben nicht sehr gut.
Die Produkte von Mathy beinhalten alle diese fehlenden Mengen an Additiven und man kann also mit der Zugabe von Mathy aus einem „na ja“ Öl ein „top“ Öl machen.
Zudem ist Mathy der einzige Hersteller, der die Wirksamkeit seiner Produkte durch viele, auf der Mathy-Seite nachlesbare, TÜV-Zertifikate belegt.

Keine Hexerei, keine Wundermittel, nur Petrolchemie !
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