Kolbenidentifikation

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Re: Kolbenidentifikation

Beitragvon Nörtn ut stall » Mittwoch 1. August 2018, 10:55

0.40 er Kolben ? Ich habe 0.60 (JCC/Hepolite mit Hastingsringen) drin. Und wenn die auf sind, gibt es auch noch 0.80 Übermaß, die andere Kollegen auch schon gefahren haben.
Zuletzt geändert von Nörtn ut stall am Mittwoch 1. August 2018, 12:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kolbenidentifikation

Beitragvon olofjosefsson » Mittwoch 1. August 2018, 11:31

Norton hat geschrieben:
olofjosefsson hat geschrieben:Alfred, ich hatte auch die SS Nocken drin und mir ist der komplett geschützte Kolbenkopf abgerissen. Hat mich ca. 2000 DM gekostet.
Ich würde die Kolben sofort rausschmeissen.
Die Nocken war nach dem Motorschaden auch Platz und ich hab irgendwie was Std eingebaut mit JP Kolben und dann war Ruhe.
Hab auch den Combat Motor gehabt.
Gruss
Olof

Jetzt erzähl mal keinen Unsinn. Wenn das die nicht durchgeschlitzten Kolben sind , sind das die Kolben der besten Qualität, die es je gegeben hat und es gibt keinen zwingenden Grund sie


rauszuschmeißen. Wer weiss, wie gut (oder schlecht?) die Folgelösung läuft, von etwaigen Problemen hat man ja schon oft genug gehört und gelesen. Nur weil man viel Geld ausgibt und einen Riesen Aufwand treibt, muss noch lange nichts besser werden.
Und JP würde ich schon mal gar nicht nehmen.
Und wegen durchgeschlitzter Kolben.
Ich hab mal einen 750er Motor für einen Freund neu aufgebaut. An dem Motor war wirklich ALLES zerschlissen, vermurkst und kein Teil in so einem Zustand, dass man es ohne zu ersetzen, oder instandzusetzen wieder verwenden könnte. Aber was wirklich einwandfrei gewesen wäre, waren die beiden durchgeschlitzten Kolben.



Gruss. Martin.


Martin, ich hatte doch geschrieben, dass ich komplett geschlitzte Kolben hatte. Sieht man doch auch auf meinem Foto.
Olof
Gruss und Danke,
Olof

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Re: Kolbenidentifikation

Beitragvon Alfred » Mittwoch 1. August 2018, 12:19

olofjosefsson hat geschrieben:

Martin, ich hatte doch geschrieben, dass ich komplett geschlitzte Kolben hatte. Sieht man doch auch auf meinem Foto.
Olof


Martin, Olof, nicht zanken, bin doch so harmoniebedürftig :flamingdev:

Im Prinzip hat mir die Diskussion schon echt weitergeholfen. Kolben bleiben drin (messen lasse ich natürlich),
vielleicht neue Kolbenringe.
Nockenwelle, mal sehen, wahrscheinlich. Die erklärt vielleicht auch, warum das Ding obenrum geht, wie ´ne Rakete.
Da ich aber gar nicht so viel jenseits 5000 rpm ausquetschen will ...
Und ansonsten folgen ich dem anderen Martin sein Rat: Auseinander und gucken. Vielleicht wird das Ding dann
wenigstens etwas dichter.

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Re: Kolbenidentifikation

Beitragvon Tim » Mittwoch 1. August 2018, 12:23

Alfred hat geschrieben:Vielleicht wird das Ding dann wenigstens etwas dichter.


Bau einen Reed-Breather ein, grade bei den 72er Commandos ist das eine sinnvolle Sache. Und falls es noch nicht gemacht wurde, lass das Gehäuse überarbeiten.


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Re: Kolbenidentifikation

Beitragvon Alfred » Mittwoch 1. August 2018, 13:21

Tim hat geschrieben:
Alfred hat geschrieben:Vielleicht wird das Ding dann wenigstens etwas dichter.


Bau einen Reed-Breather ein, grade bei den 72er Commandos ist das eine sinnvolle Sache. Und falls es noch nicht gemacht wurde, lass das Gehäuse überarbeiten.


Tim


Ja, ich zerlege weiter und berichte.
So´ne Nockenwelle baut ja nur jemand ein, der das Ding auch drehen lassen will,
vielleicht ist da schon etwas passiert.
In den Entlüfterschlauch hatte ich schon mal ein XS650-Ventil eingebaut.

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Re: Kolbenidentifikation

Beitragvon Tim » Mittwoch 1. August 2018, 14:00

Alfred hat geschrieben:So´ne Nockenwelle baut ja nur jemand ein, der das Ding auch drehen lassen will,


Die Schlitzkolben sind übrigens problematisch, weil bei hohen Drehzahlen die Spannung im Querschnitt zwischen dem Schlitz und dem Kolbenbolzen zu hoch wird. Dann bleibt der Kolbenboden irgendwann im OT, während das Hemd runterfährt.... just saying.... :pfeiffen:


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Re: Kolbenidentifikation

Beitragvon Stefan » Mittwoch 1. August 2018, 14:51

Norton hat geschrieben:
olofjosefsson hat geschrieben:Alfred, ich hatte auch die SS Nocken drin und mir ist der komplett geschützte Kolbenkopf abgerissen. Hat mich ca. 2000 DM gekostet.
Ich würde die Kolben sofort rausschmeissen.
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Gruss
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Jetzt erzähl mal keinen Unsinn. Wenn das die nicht durchgeschlitzten Kolben sind , sind das die Kolben der besten Qualität, die es je gegeben hat...


Gruss. Martin.


Glaub ich nicht.... wenn ich mir z.B den Guss ansehe... Lunker, Einschlüsse, Poren ohne Ende... Das diese Motorengehäuse überhaupt halten.

Ich denke schon das die Materialien/ Herstellungsverfahren heute besser sind. Ich würde beim Joe ein paar neue Kaufen und gut.
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Re: Kolbenidentifikation

Beitragvon Nörtn ut stall » Mittwoch 1. August 2018, 15:24

Der hat auch jemanden, der Kolben aufgeschichten kann.

Wie wird das eigentlich gemacht ? galvanisch ?
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Re: Kolbenidentifikation

Beitragvon Tim » Mittwoch 1. August 2018, 15:47

Nörtn ut stall hat geschrieben:
Der hat auch jemanden, der Kolben aufgeschichten kann.

Wie wird das eigentlich gemacht ? galvanisch ?


Das kommt auf das Material an, die Spanne geht von "Lackieren" über galvanische Verfahren bis zu Gasphasenabscheidung. 40+ Jahre alte gebrauchte, ölgesottene Kolben zu beschichten, halte ich allerdings für eine ziemlich grenzdebile Idee. Beschichtungen entschichten sich gerne bei nicht 100% perfekten Substraten, und das tun sie selten an einem Stück, dann hat man schön harte, abrasive Partikel, die fröhlich durch den Motor vagabundieren.


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Re: Kolbenidentifikation

Beitragvon jan » Donnerstag 2. August 2018, 09:27

Stefan hat geschrieben:
Norton hat geschrieben:Wenn das die nicht durchgeschlitzten Kolben sind , sind das die Kolben der besten Qualität, die es je gegeben hat...

Glaub ich nicht.... wenn ich mir z.B den Guss ansehe... Lunker, Einschlüsse, Poren ohne Ende... Das diese Motorengehäuse überhaupt halten.

Öööhm... einigt Euch mal darauf, worüber Ihr redet... :gruebel:
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Re: Kolbenidentifikation

Beitragvon Stefan » Donnerstag 2. August 2018, 11:09

Es ging nur darum, dass die Materialien damals eben in fast allen Belangen schlechter waren als heute und die Herstellung ebenso. Da wurde relativ viel auf gut Glück hergestellt.
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Re: Kolbenidentifikation

Beitragvon Stephan » Donnerstag 2. August 2018, 12:50

Reine technische Frage: was sind geschlitzte Kolben?
Bin ich ölig, bin ich fröhlich
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Re: Kolbenidentifikation

Beitragvon AHO » Donnerstag 2. August 2018, 14:16

Stephan hat geschrieben:Reine technische Frage: was sind geschlitzte Kolben?


https://www.accessnorton.com/NortonComm ... 546/page-4 (Runterscrollen)

So Etwas, die Schlitze sind zur Kompensation von Wärmedehnung gedacht, bilden aber eben auch eine Schwächung im Querschnitt.
Bei der 850er Commando gab es die aber nicht mehr.
Bei der Pre-Unit Enfield Bullet waren die Serienkolben bis zum Produktionsende 2007 noch geschlitzt...

Gruß
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Re: Kolbenidentifikation

Beitragvon Alfred » Donnerstag 9. August 2018, 18:34

Alfred hat geschrieben:
Ja, ich zerlege weiter und berichte.
[...]
Alfred


So, erste Infos vom Motorenbauer: Kolben 73,90 / Zylinder 74,08 Zylinder
Das sind dann 18/100.
Hm, deutlich ist echt anders. :-k

Grüße

Alfred
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Re: Kolbenidentifikation

Beitragvon AHO » Donnerstag 9. August 2018, 18:45

Hat er denn auch mal gemessen, wie oval und/oder konisch der Zylinder ist (Oben/Mitte/Unten messen, jeweils quer und längs) ?
Mit 18/100 mm Laufspiel wäre er vielleicht noch einige Zeit gelaufen, wenn der Motor nicht geöffnet worden wäre, aber "gut" ist schon was Anderes.

Gruß
Andreas
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