Kolbenidentifikation

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Kolbenidentifikation

Beitragvon Alfred » Sonntag 29. Juli 2018, 13:08

Hallo zusammen,

weil das Ding immer noch beim Gasgeben definitiv zu laut ist
(Radfahrer haben sich die Ohren zugehalten),
habe ich gestern angefangen, meine Commando zu zerlegen
(die Ausgangsventilführungen haben schon mal zu viel Spiel, Eingang OK).

Der Zylinder ist auch schon runter, sieht aus wie frisch gehont.
Könnt Ihr mir etwas zu den Kolben sagen?
Ich finde keinen Aufdruck, heißt das, die Dinger sind noch Original(-Größe)?
Oder muss ich die abbauen und unten reingucken?

commando-Kolben.jpg


Grüße

Alfred
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Re: Kolbenidentifikation

Beitragvon AHO » Sonntag 29. Juli 2018, 15:27

Die Schlitzkolben sind wahrscheinlich original Norton Kolben, heute verkauft die wahrscheinlich kein Händler mehr.
die Nenngröße kannst Du doch einfach am Kolben mit einem Messschieber messen, die kleinste mögliche Abstufung war doch 10 thou, also ca. 0,25mm.
Das kann man auch mit dem Messschieber bestimmen, nur für den tatsächlichen Verschleiß benötigt man genauere Messmittel.

Gruß
Andreas
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Re: Kolbenidentifikation

Beitragvon Norton » Sonntag 29. Juli 2018, 16:09

Was für ein Aktionismus.
Sind alte Originalkolben mit Standartverdichtung, aber mit guten Schlauchfederölabstreifern. Hättest Du das mal lieber beinander gelassen. Besser wird das von der Schrauberei mal nicht.
Warum zerlegt man einen Motor, weil sich andre die Ohren zu halten....
Was für Töpfe sind denn dran, wie verrostet sind die ....
lieber würde ich mal nach den Steuerzeiten, Markierungen stimmen
Bei den Norton sind die Auslassführungen immer schlechter, als die Einlasseite. Liegt an den kürzeren Kipphebeln, belasten die Führungen stärker.

Gruss. Martin.
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Re: Kolbenidentifikation

Beitragvon Nörtn ut stall » Sonntag 29. Juli 2018, 16:19

Der hintere Kolben scheint im Schlitz ne Kerbe zu haben. Ist da was mit ?
Aber mein Vorredner hat schon recht; nur weil sich n paar Radfahrer die Ohren zu halten den ganzen Kram auseinanderreißen ?
Da wär ich ja nur am auf und zu machen ... :facepalm2:
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Re: Kolbenidentifikation

Beitragvon Rüdi » Sonntag 29. Juli 2018, 16:49

Hä? ... Geräuschdämpfung findet für Gewöhnlich im Auspuff statt und nicht im Zylinder.
Ausserdem ... sollen se doch woanders Rad fahren :-) Ich hätt noch mal ordentlich Gas gegeben.
Schließlich ist der schönste Ton der NorTon.
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Re: Kolbenidentifikation

Beitragvon Alfred » Sonntag 29. Juli 2018, 20:38

AHO hat geschrieben:Die Schlitzkolben sind wahrscheinlich original Norton Kolben, heute verkauft die wahrscheinlich kein Händler mehr.
die Nenngröße kannst Du doch einfach am Kolben mit einem Messschieber messen, die kleinste mögliche Abstufung war doch 10 thou, also ca. 0,25mm.
Das kann man auch mit dem Messschieber bestimmen, nur für den tatsächlichen Verschleiß benötigt man genauere Messmittel.

Gruß
Andreas


Messen? Welch verwegener Gedanke! Hätte ich selbst
drauf kommen können, gleich mal in die Garage ...

Norton hat geschrieben:Was für ein Aktionismus.
Sind alte Originalkolben mit Standartverdichtung, aber mit guten Schlauchfederölabstreifern. Hättest Du das mal lieber beinander gelassen. Besser wird das von der Schrauberei mal nicht.
Warum zerlegt man einen Motor, weil sich andre die Ohren zu halten....
Was für Töpfe sind denn dran, wie verrostet sind die ....
lieber würde ich mal nach den Steuerzeiten, Markierungen stimmen

Aktionismus? Mitnichten. Ich habe das Ding im letzten Jahr erworben.
Nicht wenige vertreten die Meinung, dass man einen Erwerb erst mal auf den
Kopf stellt, damit man sieht, welches Schätzchen man hat. Das habe ich bei der
Bonnville so gehandhabt und das war auch gut so (Schlammhülse).
Ist´ne ganz frühe 72er, da gilt das umso mehr.
Ich hätte das auf den Winter verschoben, nur die Lärmerei ist tatsächlich
jenseits des Erwartbaren, auch für eine Norton, deshalb jetzt. Zum Fahren
habe ich ja noch Anderes.

Zum Schalldämpfer: niegelnagelneue Nortontöpfe, aus bekannter Quelle.
Steuerzeiten? Die Steuerkette und die Zahnräder auf der Steuerseite stehen
in Handbuchordnung.

Norton hat geschrieben:Bei den Norton sind die Auslassführungen immer schlechter, als die Einlasseite. Liegt an den kürzeren Kipphebeln, belasten die Führungen stärker.

Gruss. Martin.

Das erklärt es. Hilf aber nix, so wie die Ventile wackeln, gehört das gemacht.

Viele Grüße

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Re: Kolbenidentifikation

Beitragvon Tim » Montag 30. Juli 2018, 06:43

Alfred hat geschrieben:Könnt Ihr mir etwas zu den Kolben sagen?


Die beiden baugleichen Exemplare aus meiner 70er stehen auf meinen Schreibtisch@work als Erinnerung, wie man es nicht macht.... :mrgreen:

Wenn Du die etwas von der Ölkohle befreist, solltest Du das Maß erkennen können. Mach dabei das Kurbelgehäuse dicht, und die Pleuel solltest Du auch "polstern" in dem Zustand, außer Du willst den kompletten Motor zerlegen. Auf den okinaalen Kolben ist normalerweise ein STD eingeprägt, aber so hauchdünn, dass das büschen Ablagerung schon reicht um nix mehr zu sehen.


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Re: Kolbenidentifikation

Beitragvon Alfred » Montag 30. Juli 2018, 19:00

Ok, die Kohle ist noch nicht ganz runter, es sieht aber so aus, als wäre oben drauf nix eingeprägt.
Messen? In meiner Garage ist es 33 Grad. Da kommt komisches Zeug raus.
Also flugs den linken Kolben runter. Darin steht AE 19145 A.
Wenn ich Google im ersten Rutsch richtig deute, dann ist das Standardgröße.
Ich messe bei Gelegenheit nochmal nach.

Grüße

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Re: Kolbenidentifikation

Beitragvon Martin » Dienstag 31. Juli 2018, 07:40

Alfred. Kannst Du denn jetzt noch mal klar stellen, was das laute Geräusch gewesen sein soll? Auspuffton doch bestimmt nicht. Geklapper?

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Re: Kolbenidentifikation

Beitragvon Tim » Dienstag 31. Juli 2018, 07:48

Alfred hat geschrieben:Also flugs den linken Kolben runter. Darin steht AE 19145 A.


AE Hepolite ist einfach nur die Marke und die Nummer dahinter ist die Batch-Nr. des Gusses, das sagt nix über das Fertigmaß aus. Diese Daten findest Du wenn dann außen auf den Kolben. Die beiden besagten auf meinem Schreibtisch haben z.B. 18715 und 17510, sind aber beide Standardmaß.


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Re: Kolbenidentifikation

Beitragvon Norton » Dienstag 31. Juli 2018, 09:43

Warum nicht einfach vermessen?
Kolben, Zylinder, Laufspiel, Ringnutspiel.... dann weißt Du, wodran Du bist.
Bis jetzt ist das doch nur Rätselraten.
Jedenfalls hat auf die Kolben schon mal jemand anständige Ölabstreifer drauf gemacht, die normalerweise da nicht drauf wären. Das war jemand, der sich auskennt. Vielleicht solltest Du einfach das ganze wieder anständig zusammenbauen und dich drüber freuen.
So, wie Du das grade angehst.... ob da irgendwas besser wird?

Gruß. Martin.
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Re: Kolbenidentifikation

Beitragvon Tim » Dienstag 31. Juli 2018, 10:19

Norton hat geschrieben:Vielleicht solltest Du einfach das ganze wieder anständig zusammenbauen und dich drüber freuen.


Mal abgesehen von den an sich schon nicht ganz unproblematischen Schlitzkolben würde ich den hinteren gemessen an dem, was man schon auf dem Foto erkennen kann, nicht mehr benutzen. Wenn die Bohrung noch i.O. ist, würde ich einmal durchhonen lassen und frische Kolben verbauen. Die schaffen dann vielleicht nicht mehr die volle Laufleistung bis zum nächsten Übermaß, aber immerhin muss man nicht befürchten, dass bei 6801rpm der Kolbenboden nicht mehr mit runterkommt.


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Re: Kolbenidentifikation

Beitragvon Alfred » Dienstag 31. Juli 2018, 11:22

Norton hat geschrieben:Warum nicht einfach vermessen?
[...]
Vielleicht solltest Du einfach das ganze wieder anständig zusammenbauen und dich drüber freuen.
So, wie Du das grade angehst.... ob da irgendwas besser wird?
Gruß. Martin.


Ja, Messen ist wohl schlau. Zusammenbauen vielleicht auch.
Mit dem "wird auch nicht besser" ist das so eine Sache. Fahre ich fröhlich damit rum
und mir verreckt der Ventiltrieb auf der Autobahn, wären die Kommentare irgendwo bei
"selbst Schuld. Bei einer 72er Combat einfach zu fahren, ohne zu wissen, was schon gemacht
wurde ...".
Halt alles Abzuwägen.

Tim hat geschrieben:Mal abgesehen von den an sich schon nicht ganz unproblematischen Schlitzkolben würde ich den hinteren gemessen an dem, was man schon auf dem Foto erkennen kann, nicht mehr benutzen. Wenn die Bohrung noch i.O. ist, würde ich einmal durchhonen lassen und frische Kolben verbauen. Die schaffen dann vielleicht nicht mehr die volle Laufleistung bis zum nächsten Übermaß, aber immerhin muss man nicht befürchten, dass bei 6801rpm der Kolbenboden nicht mehr mit runterkommt.

Tim


Guter Punkt. Es ist immerhin nicht die Variante von Kolben, bei der der Schlitz durch geht.
Vielleicht ist ein neuer Kolben ja eine Option, ob dann das Laufspiel stimmt?
Ich lasse mal den Motorenbauer Zylinder und Kolben vermessen, wo es schon mal runter ist.

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Re: Kolbenidentifikation

Beitragvon Nörtn ut stall » Dienstag 31. Juli 2018, 11:35

Was isses denn nun fürn Geräusch ? Kannst Du das näher beschreiben ? Wo genau kommt es her ?
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Re: Kolbenidentifikation

Beitragvon Norton » Dienstag 31. Juli 2018, 17:11

Ja, die AE-Kolben gab es nämlich auch, mit diesen "Taschen", in nichtdurchgeschlitzter Ausführung. Und selbst die geschlitzten Kolben sind vieltausendfach in den Motoren rumgefahren, ohne abzureissen und fahren sicherlich heute noch rum. Hat meines Wissens an nicht korrekt durchgefrästen Schlitzen gelegen, die keine Eckradien hatten.
Meinem Gefühl nach sind die alten Kolben vom Material her besser, als alles was heute so rumkreucht. Wenn das masslich i. O. ist, würde ich das auf jeden Fall wieder nehmen. Evtl neue Ringe draufstechen lassen, Stichwort Kolben-Wahl. Bloss weil die aussen etwas braun angelaufen sind, fehlt denen gar nix.
Warum soll am Ventiltrieb etwas kollabieren?
Combat hat andre Probleme, auf die man sein Augenmerk richten sollte. Hauptlager, Entlüftung, Gehäuse.
Combat war ein "deutsches" Problem, weil Autobahn.

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