Örly Commando Fräim

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Re: Örly Commando Fräim

Beitragvon Tim » Samstag 13. Januar 2018, 19:09

99 hat geschrieben:Spätere Commandos finde ich optisch von "na ja, geht so einigermaßen" über "laaangweilig!" bis :kotz:


Das geht mir ja mit der Fastback so, ich find das Teil komplett daneben und bin sehr froh, dass die damals die Kurve zur Roadster bekommen habe. :mrgreen:

Okay, die SS und der Hochreiter.... :facepalm2:

Ach ja, hier ist der link zu einem Filmchen welches die damaligen Test zu den Rahmenbrüchen dokumentiert: https://www.youtube.com/watch?v=o624FRvsSsE
Also, solche Dinge tue ich dann doch selten mit meinen Motorrädern...


Wie man unschwer dank der gekürzten Mini-Tanks erkennen kann, sind das aber schon verstärkte Rahmen. Komisch, dass die diese Test nicht mit dem ursprünglichen Rahmen gemacht haben, MIRA wurde 1946 eröffnet und es dürfte schon Standard gewesen sein, da zu testen.

Im Übrigen halte ich die Duplexbremse im Vorderrad für deutlich gefährlicher! Wenn die Mühle im Nassen gestanden hat oder durch den Regen gefahren wurde und dann gestanden hat - ABSOLUTE VORSICHT!!!!!!!!!! Sonst liegst du SOFORT auf der Klappe.


:-k Kann ich so nicht bestätigen, aber evtl liegt das daran, dass ich mir mit der Grimeca in der Atlas angewöhnt habe, die Bremse auf den ersten km immer etwas schleifen zu lassen. Mit dem Stiffening kit packt die Bremse für eine Trommel ganz gut und auch dosierbar. Besser als die Grimeca und um Welten besser als das Hoffnungsschleiferchen an der Ersatzbritin.


Tim
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Re: Örly Commando Fräim

Beitragvon Monsieur » Samstag 13. Januar 2018, 20:11

Dear all, danke für die Anteilnahme! :laola:

Thorsten, bin als 73er eher ein Jüngling, und nenne ja bereits eine 69er Fastback mein Eigen. Ich taste mich so langsam vor.. denke aber nicht, dass ich jemals auf noch ältere Modelle aufsteigen werde. Aber never so no :mrgreen:

Nach 2 Jahren mit meiner Dame kann ich jedenfalls noch reichlich dazulernen. Bis dato wäre ich sicherlich ohne Uli von der Riviera sicherlich augeschmissen :flehan: insofern habe ich auch mächtig Respekt vor Fahrern, die solchen Strecken wie Bernd abspulen (danke für Deine Ausführungen); das schaffe ich noch nicht mal mit meinem Wagen. Mit Job, Kind und Kegel würde mir auch einfach die Zeit fehlen. Aber was nicht ist .. der Trend geht ja zur Altersteilzeit :megacool:

Was den Primärdeckel angeht, so habe ich den nicht. Ich frage mich, wann der genau verbaut wurde. War das vielleicht nur bei den allerersten Chargen der Fall? Auf den Postern hatte die Maschine ja bereits eine spätere Abdeckung?

Was die Produktion angeht, stammt meine Nr. 127546 vom 28.8.1968. Wenn ich es richtig sehe, fing die Produktion im Feb. 68 mit der Nr. 126125. Lässt sich denn sagen, ob eine Commando mit den ersten 200 oder 500 Stück vom „Band“ lief? Schließlich wurden die Nummern in der Folge auch noch für die Atlas genutzt? .. Sei‘s drum, ist ja auch wurscht, Hauptsache on the road. :zustimm:

Viele Grüße
Nicolas
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Re: Örly Commando Fräim

Beitragvon Monsieur » Samstag 13. Januar 2018, 20:18

Hach, natürlich ist der Deckel konisch .. weiß auch nicht, was mich auf dem Bild immer wieder ablenkt ;-)
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Re: Örly Commando Fräim

Beitragvon Monsieur » Samstag 13. Januar 2018, 20:41

Obwohl .. ähem .. so von der Seite betrachtet? :-k
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Re: Örly Commando Fräim

Beitragvon 99 » Samstag 13. Januar 2018, 22:14

Monsieur hat geschrieben:Obwohl .. ähem .. so von der Seite betrachtet? :-k


Doch, dass ist der original 68iger Deckel. So einer ist auf meiner auch drauf. Die hat es nicht lange gegeben.
Habe mal gehört das die Commando ganz ursprünglich mit einer Kupplung a la Atlas geplant wurde und die hätte wohl mehr Raum benötigt, deshalb die konische Form. Dann gab es aber die Diaphragma Kupplung und Triplex Katte (ein Glück!) und der Konus wurde nicht mehr benötigt.
Sieht zwar hübscher aus, aber wenn du mal das Kupplungsspiel unten an der Kupplung einstellst und der Primädreckel ist drauf, dann merkst du wo der Nachteil der konischen Form liegt. Geht zwar, aber du kommst an die Eintellschraube deutlich schlechter ran und musst aufpassen das die Kontermutter nicht in den Primärkasten plumpst, weil du sie nicht zu fassen bekommst. Also ich jedenfalls nicht...

Bis denn,
Bernd
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Re: Örly Commando Fräim

Beitragvon 99 » Samstag 13. Januar 2018, 22:38

Monsieur hat geschrieben:

Was die Produktion angeht, stammt meine Nr. 127546 vom 28.8.1968. Wenn ich es richtig sehe, fing die Produktion im Feb. 68 mit der Nr. 126125. Lässt sich denn sagen, ob eine Commando mit den ersten 200 oder 500 Stück vom „Band“ lief? Schließlich wurden die Nummern in der Folge auch noch für die Atlas genutzt? .. Sei‘s drum, ist ja auch wurscht, Hauptsache on the road. :zustimm:


Ich habe mal mit den Jungs vom NOC in deren Listen geschaut. Dort kann man sehen welcher Typ Motorrad sich hinter welcher Nummer verbirgt und wo diese hingeliefert wurden. Außerdem steht ein Monat dabei, bei dem weiß aber keiner so recht ob es sich um den Monat der Bestellung, Herstellung, oder Auslieferung handelt. Aber eigentlich eh wurscht. Wir haben halt beide eine echt frühe Commando und fertig.

Das mit den km ergibt sich bei mir halt so. Ich habe kein Auto und meine Kräder sind im Sommerhalbjahr meine Alltagsfahrzeuge und ich fahre mit denen auch meist in den Urlaub. Auch wenn ich in der Stadt das meiste mit dem Fahrrad erledige.

Bis denn
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Re: Örly Commando Fräim

Beitragvon 99 » Samstag 13. Januar 2018, 23:28

Tim hat geschrieben:
Wie man unschwer dank der gekürzten Mini-Tanks erkennen kann, sind das aber schon verstärkte Rahmen. Komisch, dass die diese Test nicht mit dem ursprünglichen Rahmen gemacht haben, MIRA wurde 1946 eröffnet und es dürfte schon Standard gewesen sein, da zu testen.


Bist du sicher? Mir sieht das eher nach dem unteren Teil des Tanks aus. So als ob die nur oben den Tank gekürzt haben und das sieht dann aus wie Rahmenstreben, sind aber "Tankhörner", der Film ist ja auch nur von mittlerer Qualität.
Eigentlich egal, der wirkliche Fokus liegt beim Film doch sowieso auf der extrem fortschrittlich elaborierten und hochgradig stilsicheren Schutzkleidung der Testfahrer! Very british halt.


:-k Kann ich so nicht bestätigen, aber evtl liegt das daran, dass ich mir mit der Grimeca in der Atlas angewöhnt habe, die Bremse auf den ersten km immer etwas schleifen zu lassen. Mit dem Stiffening kit packt die Bremse für eine Trommel ganz gut und auch dosierbar. Besser als die Grimeca und um Welten besser als das Hoffnungsschleiferchen an der Ersatzbritin.


Im Trockenen ist die Bremse ok und gut zu dosieren. Auch im Regen fahren ist kein Problem - jedenfalls wenn man regelmäßig bremst, daran muss man aber schon denken.
Doch wenn sie im Feuchten gestanden hat... HOLLA! Mit etwas schleifen lassen ist es dann nicht getan. Wenn man den Bremshebel nur schief anschaut, macht es "Quietsch" und das Vorderrad blockiert augenblicklich. Glücklicherweise quietsch sie dann auch beim aus der Garage schieben. Man ist also gewarnt. Manchmal löst sich das Problem mit ein bisschen hin und her schieben und dabei bremsen, manchmal muss ich auf gerader Strasse das Vorderrad ordentlich quietschen lassen. Wenn das Quietschen verschwunden ist, bremst sie wieder ganz normal.
Wenn man weiß das das Mopped diese nervige Angewohnheit hat, kann man einigermaßen damit leben. Ist aber schon ziemlich doof.
Ansonsten ist an der Bremse damals beim Wiederaufbau der Karre alles gemacht worden um ihr Gutes zu tun kann: Ankerplatte und Trommel auf einander ausgerichtet, neue Radlager, Trommel ausgedreht, Beläge daran angepasst, Stiffening Kit gab es auch.
Wie gesagt, man kann damit leben, aber doll ist es nicht.

Bis denn,
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Re: Örly Commando Fräim

Beitragvon Norton » Sonntag 14. Januar 2018, 01:09

Meine Atlas ist 125112. Also eine von den letzten.
Wenn man der Commando eine Atlas-ähnliche Kupplung verpasst hätte, dann hätte man vielleicht nicht den Ruckdämpfer vergessen. Wäre vielleicht doch die bessere Lösung gewesen. Die Getriebe hätten es gedankt.
Nach einer regnerischen Nacht im Freien, reagieren die meisten Trommelbremsen etwas mürrisch auf das erste Bremsmanöver. Die Suzuki-Doppelduplex in meiner Atlas kann das so gut, wie die Duplex in meinem Domi. Wenn man seine Motorräder aber kennt, weiß man das.
Die Teststrecke für die Rahmen war nicht MIRA, sondern eine Teststrecke der Armee für Panzer. In dem Filmchen sieht man auch mal Militär-LKWs rumstehen. Das rote Motorrad mit dem sie springen ist eine P11 und die silberne S-Type hat noch einen alten Motor mit Drehzahlmesserantrieb am Steuergehäuse und sogar einen spitzen Primärdeckel. War wohl tatsächlich ein Prototyp.

Gruß. Martin.
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Re: Örly Commando Fräim

Beitragvon Tim » Sonntag 14. Januar 2018, 11:14

Norton hat geschrieben:Die Teststrecke für die Rahmen war nicht MIRA, sondern eine Teststrecke der Armee für Panzer. In dem Filmchen sieht man auch mal Militär-LKWs rumstehen.


Mag sein, dass es eine andere Teststrecke war, die sind ja alle irgendwie ähnlich . Die MIRA-Teststrecke war ursprünglich eine teil-militärische Einrichtung, da wurden seit Gründung 1946 immer auch Militärfahrzeuge getestet. Ist heute noch so. Was man sieht im Video, sind jedenfalls standardisierte Schlechtweg-Strecken, wie sieht auch für Automotive-Tests genutzt werden, das ist nix panzer-spezifisches. Wenn sie nicht wie sonst auch bei Norton üblich in MIRA getestet haben, wird das jedenfalls nicht an der Härte der verfügbaren Strecken gelegen haben.

Das rote Motorrad mit dem sie springen ist eine P11 und die silberne S-Type hat noch einen alten Motor mit Drehzahlmesserantrieb am Steuergehäuse und sogar einen spitzen Primärdeckel. War wohl tatsächlich ein Prototyp.


Der 20M3S-Motor kam erst ab Modelljahr 1970 und den konischen Deckel hatte das komplette erste Baujahr.


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Re: Örly Commando Fräim

Beitragvon Norton » Montag 15. Januar 2018, 13:58

Ich hab mir den Artikel in der Roadholder noch mal durchgelesen.
Die originale Rahmenauslegung war von Norton selbst und Renolds war daran nicht beteiligt, auch wenn die Rahmen dort gefertigt wurden. Es gab dann fünf "fatale" Unfälle in den USA und die amerikanischen Zulassungsbehörden drohten mit einer Einfuhrsperre, wenn der Hersteller darauf nicht reagieren würde. Die Einwände von unsachgemässer, nicht angedachter Anwendung waren da natürlich kein Argument.
Die Testreihe fand dann am MoD (Ministry of Defense) tank testing facility in Surrey statt. Die ersten Veränderungen an den Rahmen wurden wohl noch von Norton selbst gemacht, bis sich Ken Sprayson, der "Frame Man" von Renolds der Sache annahm. Mit den unsprünglichen Rahmen waren nur 23 Runden auf dem Testgelände möglich, mit den modifizierten 120, mit den Renolds-modifizierten über 400.
Die Bruchstellen an den Rahmen waren am Hauptrohr hinter der Verstärkung und an den Unterzügen unterhalb von dem Tankhalteblech.

Gruß. Martin.
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Re: Örly Commando Fräim

Beitragvon Tim » Montag 15. Januar 2018, 20:19

Norton hat geschrieben:..... bis sich Ken Sprayson, der "Frame Man" von Renolds der Sache annahm.....


Joe?

JOE?

JOE!?!

Dein Text, büdde.... :mrgreen:


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Re: Örly Commando Fräim

Beitragvon Norton Motors » Mittwoch 17. Januar 2018, 08:15

Laß man stecken.... :mrgreen:

Meine Meinung zur Person Sprayson, untermauert durch Berichte derer, die dabei waren, ist bekannt. :facepalm2:

Ein überbordender Selbstvermarkter, dessen Metamorphose einer "Karriere" bei Reynolds als einfacher Schweisser, der irgendwo hinten in der Werkshalle was Leckeres gebrutzelt hat, zum einzig federführenden sozusagen "Entwicklungschef" dieser Firma, Zeitgenossen im Nachhinein, wolln mah sagen, "erstaunt". :-k

Wer den Rahmen tatsächlich nachgebessert hat, ist eine Frage, die ich bei unserem (Andover Nortons) Open Day vergaß, Bob Trigg zu stellen. ](*,)
So Bob sich gesundheitlich berappelt, hoffe ich, ihm die Frage nächstes Mal stellen zu können. :schlaumeier:
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