Ein Anglophiler aus München.

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Ein Anglophiler aus München.

Beitragvon Sturgis » Freitag 25. August 2017, 08:33

Hallo,

ich heiße Michael, bin 51 und wohne in München. Mein Therapeut meinte, ich bräuchte etwas, was mich aus der Wohnung bringt. Er dachte dabei an einen Hund (hat er mir aber nicht gesagt), ich kaufte mir eine gebrauchte Royal Enfield Standart EFI. Sie ist genau das, was ich mir vorgestellt habe und vom Wesen her ist sie für mich auch noch eine Engländerin. Nun, nach einem Jahr, möchte ich aber einen echten englischen Oldtimer. Ich habe auch schon viel gelesen und das größte Problem lokalisiert, mein Budget. Als Frührentner kann ich nichts nennenswertes mehr ansparen, weshalb das Budget, dass ich jetzt habe, reichen muß. Je nachdem was ich für meine Enfield bekomme, habe ich ca.6000,- € zur Verfügung. Ich stelle jetzt meine Fragen mal hier rein, da ich keine Kaufberatungsabteilung gefunden habe.
Ich habe ein paar Favoriten, welche ich auch schon im passenden Preisrahmen gesehen habe, z.B. BSA M21/B33, Matchless G80, Ariel Red Hunter, Royal Enfield Bullet (allerdings nur eine wirklich englische), Norton ES2. Ich hätte gerne einen Einzylinder. Ich bastel und schraube gerne, habe aber eigentlich keinen Plan, bekomme aber mit Werkstattbüchern, o. ä., einiges hin. Deshalb mal meine Frage an Euch. Welches Motorrad könnt Ihr mir empfehlen, hinsichtlich Wartungs- und Bastelfreundlichkeit, Zuverlässigkeit, Alltagstauglichkeit (natürlich in Grenzen), Ersatzteilversorgung. Es können auch andere Modelle, als die genannten, sein, sie sollten nur vor 1975 liegen und Einzylinder sein.
Die besten Angebote habe ich in England gesehen. Leider habe ich nicht genug Geld, um auch noch nach England zu fahren und dort eines abzuholen. Außerdem habe ich immer noch nicht rausgefunden, wie die Zulassung in Deutschland funktioniert. Habe viele Antworten gefunden und jede lautete anders.
Wäre schön, wenn Ihr mir beim befriedigen meiner anglophilen Sehnsüchte etwas helfen könntet ;-D . Schon mal vielen Dank.

Grüße, Michael
Sturgis
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Re: Ein Anglophiler aus München.

Beitragvon Moppedmessi » Freitag 25. August 2017, 13:20

Hallo Michael.

Herzlich Willkommen.
Dann mache ich mal den Anfang.
Ich empfehle ganz eindeutig AJS/Matchless. Perfekte Dokumentation im Netz, sehr gute Ersatzteilversorgung und überhaupt die geilsten Dinger :-)
Lass dir da von den Anerkennung nichts anderes einreden.
Isch schwöööör!!!
Im Ernst, ich kenne die Preise der Einzylinder nicht.
Manche Verkäufer solltest du meiden!
Aus dem Bauch würde ich dein Budget als brauchbar einschätzen.

Hab viel Spaß hier.

Ralph
Geht nicht, gibt´s nicht!
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Re: Ein Anglophiler aus München.

Beitragvon Tim » Freitag 25. August 2017, 13:47

Sturgis hat geschrieben:Ich habe auch schon viel gelesen und das größte Problem lokalisiert, mein Budget. Als Frührentner kann ich nichts nennenswertes mehr ansparen, weshalb das Budget, dass ich jetzt habe, reichen muß. Je nachdem was ich für meine Enfield bekomme, habe ich ca.6000,- € zur Verfügung.


Ist das das Budget für ein fahrfertiges Mopped? Oder willst Du selber schrauben? An einer nicht ganz kleinen Investition in Werkzeug wirst Du nicht vorbeikommen.

Welches Motorrad könnt Ihr mir empfehlen, hinsichtlich Wartungs- und Bastelfreundlichkeit, Zuverlässigkeit, Alltagstauglichkeit (natürlich in Grenzen), Ersatzteilversorgung.


BSA M20, wenn Dich die niedrige Leistung nicht stört.

Außerdem habe ich immer noch nicht rausgefunden, wie die Zulassung in Deutschland funktioniert.


Du musst Deine Verfügungsberechtigung nachweisen (also irgendeine Eigentumsurkunde wie Kaufvertrag vorzeigen) und das Baujahr glaubhaft machen können. Am einfachsten natürlich mit den Okinaal-Zulassungspapieren, aber es geht auch ohne. Dann verlangt das StVA eine Eidesstattliche Erklärung über den Sachverhalt, sowas macht man beim Notar, was unter 100€ kosten sollte. Darauf lässt das StVA das Fahrzeug aufbieten, d.h. die Fahrgestellnummer wird im "Verkehrsblatt" veröffentlicht. Vollabnahme beim TÜV (bzw. DEKRA im Osten) nach §21 kostet dann nochmal knapp 200€, die eigentliche Zulassung nochmal so um die 50€. Ggf. wirst Du ein Datenblatt brauchen, da kommt es drauf an, was der Prüfer sehen will. Briefkopie ist natürlich am einfachsten, aber das akzeptieren immer weniger Prüfer. Bei Norton kann man ein Datenblatt von Norton Motors bekommen, bei anderen Marken gibt's auch Mittel und Wege. Rechne mal 500€ für die Zulassung, darauf kann es schon hinauslaufen. Oder andersherum gesagt: Ein hier getüvtes und zugelassenes Krad ist einen kleinen Aufpreis wert.


Tim
1956 Norton Dominator CR - 1964 Norton Atlas - 1970 Norton Commando Roadster - 1972 HD FLH1200 Electra Glide - 1972 Norton Commando CR
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Re: Ein Anglophiler aus München.

Beitragvon jan » Freitag 25. August 2017, 14:20

Moppedmessi hat geschrieben:Ich empfehle ganz eindeutig AJS/Matchless. Perfekte Dokumentation im Netz, sehr gute Ersatzteilversorgung und überhaupt die geilsten Dinger :-)

100 % zutreffend. Wenn man sich bei der Suche etwas Zeit lässt, sollte man zwischen 3.500 und 5.000 € fündig werden und dafür etwas Anständiges finden. Darf auch gerne eine 350er sein, sooo viel lahmer als die 500er sind die auch nicht.

Alles Weitere ist Geschmackssache: frühe Baujahre haben Magnetzündung, tropfende Blechkettenkästen, fragile 6-Volt-Gleichstromlichtmaschinen - und sind lupenrein schöne Oldtimer; die späten Baujahre ab 1958 haben eine viel bessere Elektrik, ein besseres Fahrwerk (dickere Gabel, bessere Stoßdämpfer, ab 1959 Doppelschleifenrahmen), ab 1963 (oder 1964?) Norton-Zahnradölpumpen, öldichte Alu-Kettenkästen - und sind nicht ganz so liebenswert altertümlich.
Aber mit einer Matchless oder AJS machst Du auf keinen Fall etwas verkehrt!

Cheers, Jan

P. S.: Mist, ich muss bei Sturgis immer an Harley denken... passt ja eigentlich gar nicht hierher... :twisted: :tongue:
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Re: Ein Anglophiler aus München.

Beitragvon Uli » Freitag 25. August 2017, 22:38

Hallo Michael, :halloatall:
willkommen hier am Brett.
Sattle doch deine Inderin bei Gelegenheit und besuch ein paar Engländertreffen (z.B. das nächte Forumstreffen... :pfeiffen: ),
da kannst du dir diverse Alternativen live ansehen/-hören.
Enfield und Ayjays sind preislich tatsächlich noch eher "underrated". Norton ES2 eher nicht mehr...
Jedenfalls viel Erfolg.
Grüße aus dem schwäbischen Bayern von
Uli
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Re: Ein Anglophiler aus München.

Beitragvon RoadRocket » Samstag 2. September 2017, 20:59

Guten Abend Michael

Schau Dir noch die BSA B44 Shooting Star 1967/8 an. Wenn Du da eine "echt gut gefahrene" für 4000 Euros bekommst, machst Du auch nicht viel falsch. Die kann man mit wenig (finaziellem) Aufwand hübsch machen und die kleinen Dinger haben auch schon etwas Dampf im Kessel. Sind nix für Autobahn und Schrauben muss man öffters aber es lohnt sich! Ich hab eine 100'000km gefahre.... frag nicht nach den Ausfällen ;-)

Willkommen in der Anstalt :-)

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Re: Ein Anglophiler aus München.

Beitragvon Sturgis » Montag 4. September 2017, 19:07

Hallo,

danke für die Antworten. Kann erst jetzt antworten, war etwas viel in der letzten Zeit.
Sturgis hat bei mir tatsächlich einen englischen Bezug, ich dachte dabei nähmlich an eine Person aus Harry Potter :ebiggrin: .
Ich will schon erst mal ein fahrbereites Motorrad, spätere kleine Reparaturen möchte ich dann selber probieren. Im Augenblick habe ich ein paar Motorräder in Beobachtung ( Norton ES2, Matchless G80, Velocette Venom), sind aber alle weit weg.

Grüße, Michael
Sturgis
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Re: Ein Anglophiler aus München.

Beitragvon Sturgis » Montag 9. Oktober 2017, 17:02

Hallo,

jetzt habe ich noch eine wichtige Frage. Gibt es in München, oder Umgebung Motorradwerkstätten, die sich mit englischen Oldtimern auskennen?
Ich habe schon bei Southern Division angerufen, aber das Gespräch war nicht sehr informativ.

Grüße, Michael
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Re: Ein Anglophiler aus München.

Beitragvon sparifankerl » Montag 9. Oktober 2017, 17:31

Ich kann Reinhard Neumair (Team Top Gear, Oldtimerrestauration) in Palzing empfehlen (gem. Zolling, im Ampertal, ca. 10 km von AB-Ausfahrt Allershausen bzw. 9 km von Freising entfernt). Der schraubt seit Jahrzehnten an englischen Motorrädern. Kommt halt drauf an, was du brauchst.

Reinhard ist ganz oldschool, es gibt keine Homepage. Telefonnummer schicke ich dir per PN (weil ich nicht so gern die Telefonnummer von anderen Leuten ins Netz stelle).
Italy meets UK oder Der Trend geht zum Drittmotorrad....
* Ducati Monster 1000 S i.e. Bj. 2005 * Ducati Multistrada 1000 s i.e. Bj. 2005 * Triumph Bonneville T120R Bj. 1966*
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Re: Ein Anglophiler aus München.

Beitragvon bos´n » Montag 9. Oktober 2017, 18:03

Hallo Michael ,
Es müsste noch Irmchen Kronester mit der "Rockerbox" in München geben ?
Die haben sich seinerzeit von SD separiert.
Habe aber keinerlei Erfahrung mit deren Leistungen.

http://www.rockerbox.org/

:halloatall:

GRUNZ
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Re: Ein Anglophiler aus München.

Beitragvon Sturgis » Montag 9. Oktober 2017, 18:07

Hallo,

danke für die Antworten, jetzt weiß ich wenigstens, dass ich im Notfall eine Werkstatt in der Nähe habe.

Grüße, Michael
Sturgis
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Re: Ein Anglophiler aus München.

Beitragvon Wuselwahnwitz » Montag 9. Oktober 2017, 18:50

jan hat geschrieben:....P. S.: Mist, ich muss bei Sturgis immer an Harley denken... passt ja eigentlich gar nicht hierher... :twisted: :tongue:


Setzen sechs! Sturgis halt wohl heute diesen Harlei-Dingens......war aber wohl als ein INDIAN Treffen gestartet (Ich kann wieder denken...cooool)

Guten Tach der Herr und willkommen!



















































Kauf' 'ne Triumph!
...kann aus 'nem Hundehaufen wieder 'ne Dose Chappi restaurieren..........obwohl

Verkloppe übrigens 650/750er sowie 500er UNIT Motorständer für die Werkbank oder für's Regal....
http://www.Wuselwahnwitz.com
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Re: Ein Anglophiler aus München.

Beitragvon Uli » Montag 9. Oktober 2017, 18:55

Für grö(b)(ß)ere Arbeiten und Spezialfälle (nicht nur Norton) gibt es noch den hier:

http://www.britbikeforum.de/viewtopic.php?f=41&t=3847
"Pure Vernunft darf niemals siegen!"
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